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Sonntag, 5. September 2010, 14:03 Uhr
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Jahr: 2010 Heft: 7 Seite: 424
Dr. Hendrik Braun, M.Jur. (Oxon.), Rechtsanwalt, Frankfurt a. M., und Wiss. Mitarbeiter Christian Strothotte, M.Jur. (Oxon.), Hamburg
Neue Entwicklungen zur "derivative action" nach dem Companies Act 2006

Eine wesentliche Neuerung des Companies Act 2006 ist die Kodifikation der Gesellschafterklage (derivative action) in Part 11 des Gesetzes. Die neuen Vorschriften betreffen die prozessuale Durchsetzung von Ansprüchen der Gesellschaft durch einen Gesellschafter, welche bisher durch case law bestimmt wurde, und sind für private und public companies gleichermaßen anwendbar. Am Anfang stand eine der bedeutendsten Entscheidungen im englischen Gesellschaftsrecht, deren Prinzipien zwei Jahrhundertwenden überdauert haben: Foss v Harbottle. Der vorliegende Beitrag liefert zunächst eine systematisierende Darstellung des bisherigen englischen Rechts der Gesellschafterklage (I.). In einem zweiten Teil wird ein Überblick über die neuen gesetzlichen Vorschriften gegeben, wobei ein Schwerpunkt auf die Veränderungen zum bisherigen Fallrecht gelegt wird (II.). Sodann soll auf neuere Entwicklungen, insbesondere auf die ersten Entscheidungen zum neuen Recht eingegangen werden (III.).

I. Die Rechtslage vor dem Companies Act 2006
1. Ausgangspunkt: Die Entscheidung "Foss v Harbottle"
Der Entscheidung

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