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Sonntag, 5. September 2010, 13:34 Uhr
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Jahr: 2010 Heft: 7 Seite: 439
Dr. Hans-Joachim Schramm, Akad. Rat, Bremen
Maßnahmen gegen die Finanzmarktkrise in den Staaten der GUS*

In den Staaten der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) kam die Finanzkrise später als in westlichen Staaten zum Ausbruch, und sie hatte dort über die Einbindung in den internationalen Finanzmarkt hinaus auch hausgemachte Ursachen. Auch wenn die offiziellen Verlautbarungen einen anderen Eindruck vermitteln, so sind die Folgen der Finanzkrise in diesen Ländern nur zum Teil überwunden. Vor diesem Hintergrund werden im folgenden Beitrag die einschlägigen gesetzlichen Maßnahmen, soweit sie primär auf die Überwindung der Krise des Bankensektors gerichtet sind, in Russland, Kasachstan und der Ukraine nachgezeichnet.

I. Ausgangslage
Der Bankensektor in den Staaten der GUS galt vor der Krise als eher schwach entwickelt, doch hatte er in den letzten Jahren in einigen Ländern einen starken Aufschwung erlebt. Hervorgehoben wurde dabei insbesondere das kasachische Bankensystem, das die höchsten Wachstumsraten in der Region aufweisen konnte.1 Der Aufschwung in diesem Land war verknüpft mit einem Immobilienboom, fand aber seinen Grund in ...

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