Samstag, 31. Juli 2010, 10:43 Uhr
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Europäisches Bilanzrecht für mittelständische Gesellschaften: IFRS (for SMEs) als Reformkonzept?

Mittelständische Unternehmer bilden unsere Wirtschaftsbasis mit GmbHs, KGs, GmbH & Co.; sie "erleiden" aber zunehmend die Standardsetzung für internationale Großkonzerne. Das droht der Unternehmenspraxis jetzt mit den "IFRS for SME" in gewaltiger Dimension. Der folgende Beitrag unternimmt es, für einen kräftigen Mittelstand und den nötigen Bewusstseinswandel die komplexen Grundlagen und Praxisbezüge zu klären.

Professor Dr. Claus Luttermann, Ingolstadt

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 417

Neue Entwicklungen zur "derivative action" nach dem Companies Act 2006

Eine wesentliche Neuerung des Companies Act 2006 ist die Kodifikation der Gesellschafterklage (derivative action) in Part 11 des Gesetzes. Die neuen Vorschriften betreffen die prozessuale Durchsetzung von Ansprüchen der Gesellschaft durch einen Gesellschafter, welche bisher durch case law bestimmt wurde, und sind für private und public companies gleichermaßen anwendbar. Am Anfang stand eine der bedeutendsten Entscheidungen im englischen Gesellschaftsrecht, deren Prinzipien zwei Jahrhundertwenden überdauert haben: Foss v Harbottle. Der vorliegende Beitrag liefert zunächst eine systematisierende Darstellung des bisherigen englischen Rechts der Gesellschafterklage (I.). In einem zweiten Teil wird ein Überblick über die neuen gesetzlichen Vorschriften gegeben, wobei ein Schwerpunkt auf die Veränderungen zum bisherigen Fallrecht gelegt wird (II.). Sodann soll auf neuere Entwicklungen, insbesondere auf die ersten Entscheidungen zum neuen Recht eingegangen werden (III.).

Dr. Hendrik Braun, M.Jur. (Oxon.), Rechtsanwalt, Frankfurt a. M., und Wiss. Mitarbeiter Christian Strothotte, M.Jur. (Oxon.), Hamburg

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 424

Pflichten von "Directors" in Verbindung mit M&A-Transaktionen in den USA

Directors von U.S.-Gesellschaften, seien es börsennotierte oder privat gehaltene Gesellschaften, haben Treuepflichten gegenüber der Gesellschaft sowie den Gesellschaftern und können für die Verletzung solcher Pflichten in Anspruch genommen werden. Dementsprechend ist es für ausländische Gesellschaften, die eine Tochtergesellschaft in den USA etablieren, wichtig, die diesen Pflichten zugrunde liegenden Konzepte zu verstehen, insbesondere, wenn noch andere Investoren einen Anteil an der Gesellschaft halten. Der folgende Beitrag beleuchtet die entsprechenden Rechtspflichten.

Dr. Peter Flägel, LL.M., Rechtsanwalt, New York

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 436

Maßnahmen gegen die Finanzmarktkrise in den Staaten der GUS

In den Staaten der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) kam die Finanzkrise später als in westlichen Staaten zum Ausbruch, und sie hatte dort über die Einbindung in den internationalen Finanzmarkt hinaus auch hausgemachte Ursachen. Auch wenn die offiziellen Verlautbarungen einen anderen Eindruck vermitteln, so sind die Folgen der Finanzkrise in diesen Ländern nur zum Teil überwunden. Vor diesem Hintergrund werden im folgenden Beitrag die einschlägigen gesetzlichen Maßnahmen, soweit sie primär auf die Überwindung der Krise des Bankensektors gerichtet sind, in Russland, Kasachstan und der Ukraine nachgezeichnet.

Dr. Hans-Joachim Schramm, Akad. Rat, Bremen

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 439

Die dritte Revision des Patentgesetzes der Volksrepublik China

Am 27. 12. 2008 wurde die dritte Revision des Patentgesetzes der Volksrepublik China (Patentgesetz) vom XI. Nationalen Volkskongress (nachfolgend: NVK) der Volksrepublik China auf seiner 6. Sitzung verabschiedet; die Novelle trat am 1. 10. 2009 in Kraft. Die entsprechende neue Durchführungsverordnung wurde am 30. 12. 2009 vom Staatsrat auf seiner 95. Konferenz erlassen, am 9. 1. 2010 verkündet und trat am 1. 2. 2010 in Kraft. Im Folgenden werden die Entstehungsgeschichte der chinesischen Patentrechtsreform sowie die wesentlichen Inhalte des neuen Gesetzes vorgestellt und einer abschließenden Beurteilung unterzogen.

Dr. Qian Ma, LL.M., Frankfurt a. M./Darmstadt, und Ge Jiang, LL.M., München

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 446

Regelungen zur Vergütung von Verwaltern börsennotierter Gesellschaften und Reformvorschläge im spanischen Aktienrecht

Zur Zeit liegt dem spanischen Parlament ein Entwurf zur gesetzlichen Regelung der Vergütung von Verwaltern börsennotierter Gesellschaften vor. Zugleich soll der spanische Corporate Governance-Kodex den jüngsten europäischen Empfehlungen zur Vergütung von Mitgliedern der Unternehmensleitung angepasst werden. Der folgende Beitrag fasst die bisher geltende Rechtslage zusammen und beleuchtet im Anschluss die Änderungen, welche sich durch die Reformvorhaben ergeben würden.

Professor Dr. Andrés Recalde, Madrid, und Philipp Schönnenbeck, Abogado/Rechtsanwalt, Madrid

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 453

Das Recht der Solarenergie in Spanien

Spanien hat in den vergangenen Jahren ein spektakuläres Wachstum der Photovoltaikbranche erlebt, was nicht zuletzt den außerordentlich günstigen klimatischen Bedingungen des Landes zu verdanken ist. Der entscheidende Grundstein für die rasche Entwicklung wurde aber durch die entsprechenden gesetzgeberischen Fördermaßnahmen gelegt. Nach anfangs überaus sonnigen Zeiten hat die spanische Branche zuletzt jedoch herbe Einschnitte hinnehmen müssen und die Schattenseite gesetzlicher Regelungen kennen gelernt. Auch in Deutschland hat die Regierung Kürzungen der Solarstromvergütung angekündigt. Der folgende Beitrag geht der Frage nach, wie sich die Solarbranche in den letzten Jahren in beiden Ländern entwickelt hat, wie sich die rechtliche Lage in Spanien und Deutschland zur Förderung von Photovoltaikstrom derzeit darstellt und welche Änderungen beabsichtigt sind.

Dr. Amrei Schröder, Rechtsanwältin, Erlangen

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 460

Ausschließlicher Gerichtsstand nach EuGVVO bei der Miete von unbeweglichen Sachen

BGH, Urteil vom 16.12.2009 - VIII ZR 119/08

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 473

IPR-Anknüpfung bei Übereignung beweglicher Sachen - Übertragung des mittelbaren Besitzes in einer Besitzkette

BGH, Urteil vom 22.02.2010 - II ZR 286/07

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 475

Verwaltungssitz eines in der Schweiz eingetragenen Vereins - Anwendung der Sitztheorie

BGH, Urteil vom 15.03.2010 - II ZR 27/09

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 478

Anspruch eines Vereins schweizerischen Rechts auf verfassungskonforme Auslegung des § 3 UWG - WM-Marken

BGH, Urteil vom 12.11.2009 - I ZR 183/07

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 480

Gerichtsstand der Streitgenossenschaft bei Delikt nach Lugano-Übereinkommen

BGH, Urteil vom 30.11.2009 - II ZR 55/09

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 480

Notwendiges gesondertes Feststellungs-verfahren zur Berücksichtigung von Auslandsverlusten

BFH, Urteil vom 24.02.2010 - IX R 57/09

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 491

Zollsatz bei der Bananeneinfuhr - EU-Bananenmarktordnung ist kein "ausbrechender Rechtsakt" i. S. des BVerfG

BFH, Urteil vom 23.02.2010 - VII R 8/08

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 495

Wegzugsteuer wegen Wohnsitzverlegung nach Belgien - Pauschalbesteuerung "schwarzer" Fonds aus Drittstaaten

BFH, Urteil vom 25.08.2009 - I R 88, 89/07

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 495

Belegnachweis für innergemeinschaftliche Lieferung - Beweislast

BFH, Urteil vom 12.05.2009 - V R 65/06

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 496

Qualifizierung der US-amerikanischen S-Corporation und deren Ausschüttungen - Billigkeitsmaßnahmen

Senator für Finanzen Berlin, Urteil vom 14.12.2009 - III A - S 1301 USA - 7/2009 (Aufnahme des Runderla

Jahr: 2010 // Heft: 7 // Seite: 496



// Aktuelles

 

II. Spanischer Insolvenzrechts-Kongress (CEDIN II) 2010 in Murcia

Vom 15.-17.4.2010 fand in Murcia der zweite spanische Kongress zum Insolvenzrecht statt. Der Kongress stand merklich unter dem Eindruck der Krise auf den Finanzmärkten und war thematisch auf die Gläubiger im Konkurs ausgerichtet. Das Publikumsinteresse war mit 280 Teilnehmern unverändert groß. Unter der Präsidentschaft von Prof. Ángel Rojo (Universität Madrid–Autónoma) leiteten Prof. Emilio Beltrán (Universität CEU–San Pablo) und Anwalt Pedro Prendes die Tagung. Das vollständige Programm steht im Internet zur Verfügung (unter: http://www.aranzadi.es/congresodelainsolvencia/programa.php). Nachfolgend werden einige Eckpunkte zusammengefasst, die für ausländische Beobachter von besonderem Interesse sind.

Deutsch-Britische Handelskammer aktualisiert Datenbank zu deutschen und britischen Unternehmensniederlassungen

-ab- Die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer hat am 12.5.2010 eine aktualisierte Auflage der Datenbank „Deutsche Niederlassungen in Großbritannien und britische Niederlassungen in Deutschland“ veröffentlicht. Die Datenbank enthält Informationen zu mehr als 1400 Niederlassungen in Großbritannien mit ihren deutschen Muttergesellschaften und mehr als 800 Niederlassungen in Deutschland mit ihren britischen Mutterfirmen. Insgesamt enthält die neue Auflage über 4000 Firmenadressen und ist damit die umfassendste Datensammlung ihrer Art.

RIW Special zu Heft 4/2010 "Fachspezifische Fremdsprachenkenntnisse in der juristischen Praxis"

Fremde Sprache - fremdes Recht. Recht lebt von der Sprache. Texterkenntnis und Sprachmächtigkeit sind die wichtigsten Rechtsinstrumente. Rechtsberatung ist sprachliche Sisyphos- Arbeit. Fremdes Recht aber lebt in fremder Sprache.

Weiterhin kein DBA zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten

Die Verlängerung oder Erneuerung des alten bzw. der Abschluss eines neuen Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten wächst sich zu einer Hängepartie aus ─ mit einem klaren Verlierer: den deutschen Unternehmen.

IFA-Regionalkonferenz Mittel- und Osteuropa

Gut fünf Jahre nach dem Beitritt zehn neuer Staaten und zwei Jahre nach dem Beitritt Bulgariens und Rumäniens zur EU richtete IFA-Gründungsmitglied Polen vom 25. bis 27. 11. 2009 in Warschau die erste IFA-Regionalkonferenz für Mittel- und Osteuropa aus. Unter dem Titel „Effects of Accession – Insights into a Possible Common Future for New EU Member State Domestic Tax Systems“ wurde Bilanz gezogen und ein Blick in die Zukunft gewagt.

Unzulässige Kündigungsfrist wegen Altersdiskriminierung – primärrechtliches Diskriminierungsverbot

1. Das Unionsrecht, insbesondere das Verbot der Diskriminierung wegen des Alters in seiner Konkretisierung durch die Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom 27. November 2000 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf, ist dahin auszulegen, dass es einer Regelung wie der im Ausgangsverfahren fraglichen entgegensteht, nach der vor Vollendung des 25. Lebensjahrs liegende Beschäftigungszeiten des Arbeitnehmers bei der Berechnung der Kündigungsfrist nicht berücksichtigt werden. 2. Es obliegt dem nationalen Gericht, in einem Rechtsstreit zwischen Privaten die Beachtung des Verbots der Diskriminierung wegen des Alters in seiner Konkretisierung durch die Richtlinie 2000/78 sicherzustellen, indem es erforderlichenfalls entgegenstehende Vorschriften des innerstaatlichen Rechts unangewendet lässt, unabhängig davon, ob es von seiner Befugnis Gebrauch macht, in den Fällen des Art. 267 Abs. 2 AEUV den Gerichtshof der Europäischen Union im Wege der Vorabentscheidung um Auslegung dieses Verbots zu ersuchen.

Teilweiser Verstoß der Regelungen zur „Riester-Rente“ gegen die Arbeitnehmerfreizügigkeit

EuGH, Urteil vom 10.9.2009 – Rs. C-269/07; Kommission der Europäischen Gemeinschaften gegen Bundesrepublik Deutschland

Kongress der Deutsch-Brasilianischen Juristenvereinigung in Frankfurt/M.

-ab- „Kapitalmarktrecht im Zeichen der Finanzkrise“ ist das Oberthema der XXVIII. Jahrestagung der Deutsch-Brasilianische Juristenvereinigung (DBJV) e.V. (Associação de Juristas Alemanha-Brasil), die am 6. und 7.11 in Frankfurt/Main stattfindet. Tagungsort ist das Gästehaus der Universität (Frauenlobstr. 1, 60325 Frankfurt).

2. Australisch-Europäische Juristentagung in Berlin

-ab- Vom 1. bis zum 3.10.2009 findet in Berlin die „2nd Australian-European Lawyer’s Conference“ statt. Das Datum der Tagung wurde mit Bedacht so gewählt, dass es mit dem 19. Jahrestag des deutschen Wiedervereinigung zusammenfällt.

IFA-Veranstaltung am 23.9.2009 in Heidelberg

-ab- Die Regionalgruppe Rhein-Main der deutschen Vereinigung für Internationales Steuerrecht (IFA) widmet ihre nächste Vortragsveranstaltung dem Unsatzsteuerrecht.

17. Jahreskongress der Kanadisch-Deutschen Juristenvereinigung (München, 9.-10.10.2009)

-ab- Die Kanadisch-Deutsche Juristenvereinigung (KDJV) veranstaltet ihren 17. Jahreskongress vom 9. 10.10.2009 in München.

Erster Spanischer Insolvenzrechts-Kongress 2009 in Gijón

Vom 16.-18.4.2009 fand der erste spanische Kongress zum Insolvenzrecht ( I Congreso Espanol de Derecho de la Insolvencia – CEDIN) statt – nicht eben zufällig in der vom Niedergang der Schwerindustrie und tiefgreifendem Strukturwandel gezeichneten asturischen Hafenstadt Gijón.

Brennpunkt Exportrecht - der 12. Hamburger Wirtschaftrechtstag am 3.6.2009

Alljährlich laden die Universität Hamburg (Seminar für Handelsrecht) und die Handelskammer Hamburg zu einem Wirtschaftsrechtstag zu aktuellen Fragen der Rechtspolitik ein. Thema der Veranstal-tung im 12. Jahr war das Exportrecht vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise.

EuGH: Besitz und Betrieb einer Apotheke dürfen ausschließlich Apothekern vorbehalten bleiben

-ab- Die italienischen und die deutschen Rechtsvorschriften, die vorsehen, dass der Besitz und der Betrieb von Apotheken ausschließlich Apothekern vorbehalten bleiben, finden ihre Rechtfertigung im Ziel der Gewährleistung einer sicheren und qualitativ hochwertigen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung, wie der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg nunmehr entschieden hat.

Zweiter Gesellschaftsrechtstag Russland in Wiesbaden

-ab- Die Vereinigung für deutsch-russisches Wirtschaftsrecht e.V. (VDRW) und der Fachbereich Wirtschaft der FH Wiesbaden veranstalten am Donnerstag, den 18.6.2009 von 11.00 bis ca. 18.00 Uhr am Fachbereich Wirtschaft der FH Wiesbaden (Bleichstraße 44, 65183 Wiesbaden) den „2. Gesellschaftsrechtstag Russland“.

Europarechtliches Symposion des BAG 2009

Bereits zum sechsten Mal seit 1996 veranstaltete das Bundesarbeitsgericht am 14. und 15.5.2009 sein Europarechtliche Symposion, das sich traditionellerweise mit den Entwicklungen des Europäischen Gemeinschaftsrecht speziell im Bereich des Arbeitsrechts befasst.

Verantwortung des Staates in der Finanz- und Wirtschaftskrise

„Neo-Etatismus? Staatliche Verantwortung und staatliches Handeln in der Finanz- und Wirtschaftskrise“ lautete das Tagungsthema des 14. Internationalen Berliner Wirtschaftsgesprächs, das am 27.4.2009 gemeinsam von der Humboldt-Universität und der Wirtschaftskanzlei WilmerHale veranstaltet wurde und im Senatssaal der Universität am Boulevard Unter den Linden stattfand.

IHK Stuttgart informiert über Markt- und Absatzchancen in Japan

-ab- Unternehmer, die sich über Markt- und Absatzchancen in Japan informieren möchten, müssen nun nicht mehr ins Land der aufgehenden Sonne reisen. Seit Anfang Mai bietet der Japan Desk im Stuttgarter IHK-Haus eine fundierte und qualifizierte Erstberatung zu Chancen und Risiken in dem asiatischen Land.

IFA-Veranstaltung: Internationale Besteuerungsaspekte bei Private Equity Fonds

-ab- Die Mai-Veranstaltung der IFA-Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar findet am 13.5.2009 um 18.00 Uhr in Darmstadt statt. Referenten sind diesmal Dr. Andreas Rodin (P+P Pöllath + Partners, Frankfurt/Main) sowie Professor Dr. Heribert M. Anzinger (TU Darmstadt).

Elektronische Rechercheplattform der Universität Köln zum transnationalen Wirtschaftsrecht

Seit April 2009 unterhält das Center for Transnational Law (CENTRAL) an der Universität zu Köln eine neue Kodifikations- und Rechercheplattform zum transnationalen Recht unter www.trans-lex.org.

Bundesgerichtshof zur Zulässigkeit der AdWord-Werbung bei Google

In drei heute verkündeten Entscheidungen hat sich der u. a. für das Markenrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs mit der kennzeichenrechtlichen Beurteilung der Verwendung fremder Kennzeichen als Schlüsselwörter (Keywords) im Rahmen der von der Suchmaschine Google eröffneten Möglichkeit der Werbung mit sog. AdWord-Anzeigen befasst. In zwei Sachen hat der Bundesgerichtshof Ansprüche der Kennzeicheninhaber verneint, in der dritten Sache hat er dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) eine Frage zur Auslegung der Markenrechtsrichtlinie vorgelegt. In den Verfahren ging es um die in der Instanzrechtsprechung unterschiedlich beurteilte Frage, ob es eine Kennzeichenverletzung darstellt, wenn ein Dritter ein fremdes Kennzeichen (also eine Marke oder eine Unternehmensbezeichnung) oder eine dem geschützten Zeichen ähnliche Bezeichnung einem Suchmaschinenbetreiber gegenüber als Schlüsselwort angibt mit dem Ziel, dass bei der Eingabe dieser Bezeichnung als Suchwort in die Suchmaschine in einem von der Trefferliste räumlich getrennten Werbeblock eine als solche gekennzeichnete Anzeige des Dritten (mit Link auf dessen Website) als Werbung für seine Waren oder Dienstleistungen erscheint. In den entschiedenen Fällen enthielt die Anzeige weder das als Suchwort verwendete fremde Zeichen noch sonst einen Hinweis auf den Kennzeicheninhaber oder auf die von diesem angebotenen Produkte.

Steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden an eine gemeinnützige Einrichtung im EU-Ausland

1. Macht ein Steuerpflichtiger in einem Mitgliedstaat die steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden an Einrichtungen geltend, die in einem anderen Mitgliedstaat ansässig und dort als gemeinnützig anerkannt sind, fallen solche Spenden auch dann unter die Bestimmungen des EG-Vertrags über den freien Kapitalverkehr, wenn es sich um Sachspenden in Form von Gegenständen des täglichen Gebrauchs handelt. 2. Art. 56 EG steht der Regelung eines Mitgliedstaats entgegen, wonach bei Spenden an als gemeinnützig anerkannte Einrichtungen nur Spenden an im Inland ansässige Einrichtungen von der Steuer abgezogen werden können, ohne jede Möglichkeit für den Spender, nachzuweisen, dass eine Spende an eine Einrichtung, die in einem anderen Mitgliedstaat ansässig ist, die nach dieser Regelung geltenden Voraussetzungen für die Gewährung einer solchen Vergünstigung erfüllt. EG Art. 56; Richtlinie 77/779/EWG Art. 1, 2; EstG § 10b

BGH: Anwendbarkeit der CMR – Gerichtsstand

1. Bei der Frage, ob eine Streitigkeit aus einer der CMR unterliegenden Beförderung resul-tiert, ist auf den zwischen dem Hauptfrachtführer und seinem Auftraggeber geschlossenen Gesamtbeförderungsvertrag und nicht auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Haupt /Unterfrachtführer und einem (weiteren) Unterfrachtführer abzustellen. 2. Der Anwendungsbereich des Art. 31 Abs. 1 lit. b CMR ist – ebenso wie derjenige des Art. 32 CMR – auf Ansprüche beschränkt, die mit dem Beförderungsvertrag noch in einem hinreichend engen Zusammenhang stehen. Erfasst werden aber jedenfalls Ansprüche von und gegen Personen, die an der Beförderung als solcher unmittelbar beteiligt sind. 3. Die Anwendung des Art. 31 Abs. 1 lit. b CMR auf gegen den Unterfrachtführer gerichtete deliktische Ansprüche ist nur dann gerechtfertigt, wenn er weiß oder zumindest hätte wis-sen können, dass er im Rahmen einer der CMR unterliegenden Gesamtbeförderung tätig wird.